Covid-19 Coronavirus – was genau macht uns Angst?

Angst in Zeiten von Corona

Nachfolgend sind einige mögliche Ängste aufgelistet. Es kann hilfreich sein, sich damit auseinanderzusetzen, welche Haltungen und Handlungen geeignet sein könnten, diesen zu begegnen.

  • Angst vor Ansteckung / Erkrankung / Tod
  • Angst vor Verlust eines geliebten Menschen
  • Angst vor existentiellen Ruin
  • Angst vor Arbeitsplatzverlust
  • Angst davor, Schuld auf sich zu laden, für die Ansteckung Anderer verantwortlich zu sein
  • Angst davor, die Nerven zu verliern
  • Angst davor, dass die Partnerschaft oder Familie zerbricht
  • Angst davor, nicht zu wissen wie es weitergeht / Kontrollverlust
  • Angst davor, etwas falsch zu machen
  • Angst vor dem Alleinesein / Isolation
  • Angst nicht mehr gut genug versorgt zu werden / davor zu verhungern
  • Angst vor sozialer Kälte / Egoismus
  • Angst vor Einschränkungen / Machtausübung / Verboten
  • etc.

Die Liste lässt sich noch fortsetzen. Angst kann sich an alles binden, was man selbst als bedrohlich wahrnimmt. Die Bedrohung kann sich dabei auf die Existenz, eigene Bedürfnisse, Ziele, Wünsche, Werte, das Ansehen, den eigenen Besitz und natürlich auch auf das soziale Umfeld beziehen. Sie ist ein subjektiver Anzeiger dafür, dass etwas, das einem wichtig ist, gefährdet sein könnte.

Wenn Sie spüren, dass Sie in dieser Situation Unterstützung benötigen, rufen Sie mich an und vereinbaren einen Termin. Ob telefonisch oder per Skype, ich bin für Sie da.

Tipps für Sie persönlich

1.  Planen Sie Ihren Tag. Halten Sie diese Tagesstruktur ein.

2.  Bewegen Sie sich im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten an der frischen Luft.

3.  Pflegen Sie Ihre sozialen Kontakte über Telefon oder Videotelefonie.

4.  Planen Sie ein „Highlight“ pro Tag, auf das Sie sich freuen können.

5.  Planen Sie bereits jetzt, was Sie in der Zukunft unternehmen wollen.

6. Beschränken Sie Ihren Medienkonsum, sodass Sie nicht ständig mit belastenden Inhalten konfrontiert sind.

7. Setzen Sie Grenzen, um sich von „Panikmachern“ fernzuhalten.

8. Richten Sie Ihren Blick immer wieder auch auf Positives.

9. Unterbrechen Sie bewusst das „Grübeln“.

10. Machen Sie sich immer wieder bewusst, dass die momentane Lage nicht von Dauer sein wird.

Tipps für Eltern

1. Halten Sie die mögliche Tagesstruktur ein wie gemeinsame Essenszeiten und Zubettgehzeiten.

2.  Planen Sie klare Zeiten zum Lernen und für die Freizeit.

3.  Besprechen Sie Zeiten ab, in denen sich jeder allein beschäftigt sowie die, in denen Sie als Familie etwas gemeinsam machen.

4.  Ermöglichen Sie Ihrem Kind körperliche Betätigung im Rahmen der aktuellen Möglichkeiten.

5.  Verschieben Sie „große Erziehungsmaßnahmen“ auf die Zeit nach der Krise.

8.  Auch Eltern brauchen eine Pause und keinen 24-Stunden-Einsatz! Nutzen Sie die Schlafenszeiten der Kinder daher bewusst für Ihre eigene Erholung.

Portraitfoto: Petra Hertkorn
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Petra Hertkorn
Praxis für Systemische Einzel-, Paar- und Familienberatung Darmstadt